Die italienische Regierung unter Giorgia Meloni hat per Dekret die Steuern auf Benzin und Diesel gesenkt, um die gestiegenen Spritpreise zu dämpfen. Die Regelung gilt ab Donnerstag für zwanzig Tage und soll die Preise um rund 25 Cent pro Liter senken. Zudem ist ein «Anti-Spekulations-Mechanismus» vorgesehen.
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Die Massnahme ist laut Regierung «vorübergehender und aussergewöhnlicher Natur». Sie reagiert damit auf hohe Energiepreise im Zuge der drohenden Ausweitung des Iran-Kriegs auf die Infrastruktur am Golf.
Auch die Slowakei ergreift Massnahmen. Die Regierung in Bratislava beschloss eine befristete Beschränkung des Treibstoffverkaufs für zunächst dreissig Tage. Pro Fahrzeug dürfen Benzin und Diesel nur noch bis zu einem Wert von 400 Euro gekauft werden. Zudem ist die Mitnahme von mehr als zehn Litern in Kanistern verboten.
Für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen gelten höhere Preise, orientiert an den Nachbarländern. Hintergrund sind Versorgungsengpässe und verstärkter Tanktourismus. Die Slowakei hatte bereits zuvor einen «Erdöl-Notstand» ausgerufen, nachdem Lieferungen über die Druschba-Pipeline ausgefallen waren.