Der von US-Präsident Donald Trump kritisierte Handelsbilanzüberschuss der Schweiz gegenüber den USA hat sich 2025 nicht verringert. Das zeigt eine Analyse von SRF auf Basis neuer Zahlen des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit. Betrachtet man jedoch einzelne Monate und Warengruppen, ergibt sich ein differenzierteres Bild.
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Demnach exportierte die Schweiz 2025 Waren im Wert von rund 104 Milliarden Franken in die USA und importierte Güter für etwa 56 Milliarden Franken. Der Überschuss lag damit bei 48 Milliarden Franken und fiel höher aus als 2024 mit 39 Milliarden Franken. Nach der von Trump vertretenen Logik verschlechterte sich die Schweizer Position somit weiter.
In einzelnen Monaten – darunter Mai, Oktober und November – importierte die Schweiz jedoch mehr aus den USA, als sie dorthin exportierte. Auf diese Entwicklung wies Bundespräsident Guy Parmelin am Weltwirtschaftsforum hin. Trump zeigte sich überrascht und sagte: «Wir haben einen Überschuss? Das ist sehr ungewöhnlich mit der Schweiz.»
Eine zentrale Rolle spielt dabei der Goldhandel. Die Schweiz fungiert als internationale Drehscheibe, was zu starken Schwankungen führt. Anfang 2025 stiegen die Goldexporte in die USA stark an, später gingen sie deutlich zurück.
Doch auch ohne Gold bleibt der Überschuss hoch. Ohne Edelmetalle betrug er 2025 rund 41 Milliarden Franken, nach 39 Milliarden im Vorjahr. Haupttreiber waren chemisch-pharmazeutische Produkte und Präzisionsinstrumente.