Im Schutzraum in Tel Aviv erinnert sich Israel-Korrespondent Pierre Heumann an das alte, reiche Persien – während über ihm iranische Raketen einschlagen. Der Iran hat sich vom kulturellen Zentrum zur ideologischen Bedrohung gewandelt. Das Regime der Ayatollah unterdrückt die eigene Bevölkerung, finanziert und steuert Terrorgruppen in der Region und verfolgt mit seinem Atomprogramm strategische Ziele weit über seine Grenzen hinaus. Israels jüngste Luftschläge gegen Nuklearanlagen und Raketenstellungen sind Teil einer klaren Botschaft: Der Gottesstaat Iran stellt nicht nur für Israel, sondern für die Stabilität des gesamten Nahen Ostens eine akute Gefahr dar. Seite 10
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Wer das alte Rom in seinen letzten Zügen mit dem Westen von heute vergleicht, riskiert von einem unangenehmen Gefühl beschlichen zu werden. Klimawandel, Migration, Inflation, Sinnkrise – nichts Neues unter der Sonne. Auch der Umstand, dass Grossmächte wieder untergehen, gehört zum Gang der Geschichte. Nur: Muss es ausgerechnet jetzt wieder so weit sein, oder kommen wir davon? Der Historiker Gerd Dönni blickt hoffnungsfroh auf den vermeintlichen Untergang. Seite 26
Wo trifft man einen weltberühmten Koch zum Interview? Natürlich in seinem Restaurant. Daniel Humm, seit zwanzig Jahren erst Küchenchef und dann Inhaber des «Eleven Madison Park» in New York, empfängt unseren Reporter David Schnapp in der Lounge seines Restaurants zum Gespräch. Bei einem Cappuccino und einer Karaffe Wasser (mit Kohlensäure) sprachen die beiden über vegane Küche, die Parallelen zwischen Kunst und Kulinarik sowie den Wert der Berufslehre. Am Tag danach hatte unser Autor eine Tischreservation im «Eleven Madison Park» und ass mittags das Frühsommermenü, in dem unter anderem Erbsen, Spargel, Artischocken, Kartoffeln und Romanesco auf eine Art präsentiert werden, die weltweit einmalig ist. Seite 32
Mit ihm habe alles begonnen, sagt Darryl McCray, Strassenname: Cornbread. Der Amerikaner gilt als erster Sprayer der Welt. Er entfachte das Phänomen in den sechziger Jahren in den Strassen von Philadelphia. Benjamin Bögli hat den heute 71-jährigen Künstler in der «Rocky»-Stadt getroffen und mit ihm über die ersten Graffiti, sein wildes Leben und Donald Trump gesprochen. «Ich wurde zum Vater einer Kultur», sagt Cornbread. Seite 42

