Es sind gute Tage für die Region um Israel und Gaza. Nur wenige Tage nachdem Donald Trump für den Nahost-Konflikt einen Friedensplan vorgestellt hat und die Regierung um Netanjahu diesem zustimmte, verkündete nun auch die Hamas, der Einigung des US-Präsidenten zu folgen. Damit ist seit dem 7. Oktober 2023 das erste Mal Frieden in greifbarer Nähe. Das bedeutet konkret: Kein Blutvergiessen mehr, während die verbliebenen israelischen Geiseln endlich wieder zu ihren Familien zurückkommen können.
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Umso verstörender angesichts der frohen Botschaft ist eine Meldung aus dem Leistungssport. So vermeldet der Radrennstall Israel-Premier Tech, sich ab der kommenden Saison von «seiner israelischen Identität» zu lösen. Das Team teilte mit, es werde bei zukünftigen Rundfahrten mit einem neuen Namen antreten. Der kanadisch-israelische Teambesitzer Sylvan Adams, der gute Beziehungen zur israelischen Regierung pflegt, will sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen.
Noch gut sind Fans die Bilder während des spanischen Radrennens La Vuelta im Kopf. Das israelische Team wurde mit Urinbeuteln beworfen, ganze Etappen mussten aufgrund propalästinensischer Proteste abgebrochen werden. Sylvan Adams entschied sogar, dass auf den Trikots der Schriftzug «Israel» entfernt wurde. Der nachdrücklichen Empfehlung der Organisatoren, dass sich sein Rennstall von der Tour zurückziehen sollte, widersetzte sich der Teamchef jedoch.
Aufgrund des Drucks der Medien, Demonstranten und nicht zuletzt der spanischen Regierung gibt Israel-Premier Tech seine «israelische Identität» auf. Dabei haben sich mit der Zustimmung der Hamas zu Trumps Friedensplan jegliche Proteste erübrigt. Es wäre ein wichtiges Zeichen gewesen, wenn neben arabischen Teams wie dem UAE Team Emirates auch Israel-Premier Tech als israelische Mannschaft bei den bedeutenden Strassenradrennen antreten würde.