Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Israel erwägt angeblich Umsiedlung von Palästinensern nach Südsudan

Israel steht in Gesprächen mit dem krisengeschüttelten Südsudan, um Palästinenser aus dem Gazastreifen dorthin umzusiedeln. Dies berichtet die Times of Israel. Sechs mit dem Vorgang vertraute Personen bestätigten entsprechende diplomatische Kontakte. Wie weit die Pläne fortgeschritten sind, bleibt jedoch unklar.

Würde das Vorhaben umgesetzt, bedeutete es die Verlagerung von Menschen aus einem Kriegsgebiet, das von Hunger bedroht ist, in ein anderes, das seit Jahren von Bürgerkrieg, Korruption und instabiler Sicherheitslage geprägt ist. Die israelische Regierung spricht von «freiwilliger Auswanderung», während Kritiker – darunter auch palästinensische Organisationen – von einem Verstoss gegen das Völkerrecht sprechen.

OHAD ZWIGENBERG / POOL / KEYSTONE
epa12293466 Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu speaks at the opening ceremony of the Knesset Museum, in the old building of the Israeli parliament, in Jerusalem, 11 August 2025
OHAD ZWIGENBERG / POOL / KEYSTONE

Laut dem US-Lobbyisten Joe Szlavik, dessen Firma mit Südsudan zusammenarbeitet, könnte eine israelische Delegation das ostafrikanische Land besuchen, um den Aufbau von Übergangslagern zu prüfen, die von Israel finanziert würden. Auch Edmund Yakani, Vertreter einer südsudanesischen Zivilgesellschaftsgruppe, bestätigt Gespräche mit Regierungsvertretern.

Zwei ägyptische Beamte erklärten zudem der Nachrichtenagentur AP, dass Israel seit Monaten versuche, Drittstaaten für die Aufnahme von Palästinensern zu gewinnen – und dabei gezielt Südsudan kontaktiert habe. Sie selbst würden gegen eine solche Aufnahme lobbyieren.

Die humanitäre Lage im Südsudan ist prekär. Seit der Unabhängigkeit 2011 tobt ein Bürgerkrieg, rund 400.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Das Land ist auf internationale Hilfe angewiesen. Der jüngste Friedensvertrag gilt als brüchig. «Südsudan sollte kein Abladeplatz für Menschen werden», sagte Yakani. «Und es sollte keine Verhandlungsmasse zur Verbesserung internationaler Beziehungen darstellen.»

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.