Es ist ein Novum. Erstmals haben israelische Kampfflugzeuge Ziele in Golf-Emirat Katar angegriffen. Im Visier waren Spitzen-Funktionäre der Hamas.
Die Terrorfürsten, die in Gaza zwei Millionen Palästinenser in Beugehaft nehmen, haben ihre Hauptquartier im glitzernden Katar aufgeschlagen.
Während die Hamas-Bonzen Hilfsgelder für Waffen und Tunnel verpulvern und «ihrem» Volk eine bessere Zukunft vorenthalten, leben sie in Katar in Saus und Braus. Mit der Unterstützung des Emirs. 1500 Kilometer vom Krieg in Gaza, den die Hamas provoziert hat, entfernt, in Sicherheit.
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In trügerischer Sicherheit, wie sich nun zeigt.
Erstmals hat Israel auch in Doha interveniert, um der Hamas-Hydra die Köpfe abzuschlagen.
Dies zeigt dreierlei.
Vor Israel sind die Terrorfürsten nirgendwo sicher. Das musste die Hisbollah-Spitze im Südlibanon, Hamas-Chef Ismail Haniyya in Teheran, die Huthi-Fanatiker im Jemen, und das musste auch die Mullah-Spitze im Iran erfahren.
Katar war bis jetzt «off limits». Nicht mehr.
Zweitens offenbart es das Doppelgesicht des Emirats. Hier unterhalten die USA den wichtigsten Militärstützpunkt in der Region, von dem Katar sicherheitspolitisch profitiert. Andererseits beherbergt das kleine Wüstenparadies seit zehn Jahren die Hamas-Spitze. Und setzt sich – dank Beziehungen zu den Hamas-Domteuren – als unverzichtbarer Vermittler im Geiselschacher und Gaza-Konflikt in Szene.
Drittens: Die Hamas-Elite reist problemlos nach Ägypten und in die Türkei, wo sie mit dem Segen Erdogans Unterschlupf findet.
Erdogan ist ein entschiedener Unterstützer der Hamas. Er bezeichnet die Terror-Organisation als «Widerstandskämpfer, die für die Verteidigung ihres Landes kämpfen».
Doch wenn sich Israel gegen die Hamas wehrt, deren oberstes Ziel die Vernichtung Israels ist, ist Erdogan sofort zur Stelle, um die Regierung in Jerusalem in den Senkel zu stellen.
Israel hat geschworen, jedes Hamas-Mitglied aufzuspüren und zu töten, das an den Anschlägen vom 7. Oktober 2023 beteiligt war, dem grössten Massenmord an Juden seit dem Zweiten Weltkrieg.
Ob die israelischen Flugzeuge ihre Ziele in Katar erreicht haben, ist zur Stunde nicht klar. Fest steht: Sie sandten mit der Attacke eine klare Botschaft. Es gibt keine roten Linien mehr.
«Die Zeiten, in denen Terroristenführer überall Immunität geniessen, sind vorbei», kommentierte Israels Premier Netanjahu.