Die Entwicklung der Kosten im Gesundheitswesen ist besorgniserregend.
Im Jahr 2023 stiegen sie um 2,4 Prozent. Für 2024 prognostiziert das Bundesamt für Statistik gemäss den neuesten Zahlen sogar einen Anstieg des Aufwands um mehr als 3 Prozent. 93,5 Milliarden Franken oder 11,7 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistungen entfallen auf diesen Bereich. Im nächsten Jahr sollen es bereits 97 Milliarden sein. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Grenze von 100 Milliarden Franken erreicht wird.
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Besonders irritierend sind die kantonalen Unterschiede: Eine Person in Basel-Stadt verbraucht durchschnittlich pro Monat Gesundheitsleistungen im Wert von 1136 Franken, eine Person im Jura 1004 Franken, in Appenzell Innerrhoden hingegen nur 718 Franken.
Sind die Menschen in der Nordwestschweiz tatsächlich gesünder als in der Ostschweiz?
Natürlich nicht: Offenbar stellen die Städter Ansprüche und haben eine andere Eigenverantwortung als die Leute auf dem Land.
Wenn es gelingen soll, den Wahnsinn der Gesundheitskosten zu stoppen, brauchte es genau darüber eine Diskussion. Was kann jeder Einzelne mit seinem Verhalten dazu beitragen, nur notwendige Leistungen zu beanspruchen? Und wie kann dafür gesorgt werden, dass möglichst alle einen Beitrag zum System leisten?