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Iranische Forscher aus der Mörderstadt Isfahan reisen nach Zürich – auf kosten der Schweizer Steuerzahler

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Iranische Forscher aus der Mörderstadt Isfahan reisen nach Zürich – auf kosten der Schweizer Steuerzahler
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Das Land ist unter Schock. Es gibt nur Schätzungen, wie viele Menschen bei den Demonstrationen im Iran umgekommen sind. 30.000 ist eine Zahl, die häufig erwähnt wird. Ein Land metzelt seine eigene Bevölkerung nieder.

Die Staatengemeinschaft versucht, den Druck auf das Mullah-Regime zu erhöhen, doch Ideen für neue Sanktionen gehen langsam aus. Die EU hat nun die Revolutionsgarde im Iran als Terrororganisation eingestuft. Früher ging es anscheinend nicht.

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Naqsch-e Dschahan-Platz in Isfahan, Iran
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Für die Schweiz bietet das Land die Möglichkeit, etwas internationalen Glanz zu erhalten. Mit ihrer sogenannten MENA-Strategie will sie unter anderem Frieden, Sicherheit und Menschenrechte im Iran fördern.

Als wäre das noch zu wenig, sollen auch «Wirtschaft, Finanzen und Wissenschaft sowie Digitalisierung und neue Technologien» unterstützt werden. Das EDA meint es ernst.

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat vom Bund zwei Mal das Mandat und das Geld für den vierjährigen Auftrag erhalten (2021 bis 2024 und 2025 bis 2028). Die ZHAW nennt sich stolz «Leading House».

Im Jahr 2025, als die Tötungen durch das Regime begannen, setzte sich die Schweiz dafür ein, iranische Städte altersfreundlich zu gestalten – sogenannte «age-friendly cities».

In Isfahan wüteten die Schergen in diesem Januar besonders brutal. Protestierende sollen dort durch scharfe Munition getötet worden sein. Vertreter der University of Isfahan werden nun eingeladen, ihre Kollegen der ZHAW zu besuchen. Das altersfreundliche Projekt ist noch nicht abgeschlossen.

Auch 2022 kam es im Iran zu gewaltsamen Auflösungen von Demonstrationen: 300 Tote, 14.000 Festnahmen, zahlreiche Todesurteile gegen die eigene Bevölkerung.

Was tat die Schweiz damals? Sie finanzierte Wissenschaftler, die mit ihren Fachkollegen aus Iran den Zusammenhang zwischen «gesundem Lebensstil und dem Risiko von Angstzuständen und Depressionen» ergründeten. Fünf weitere Projekte wurden aus der Schweiz finanziert.

Dieses Jahr könnte der K-Tipp mit seinem iranischen Pendant testen, welches Schuhwerk sich am besten für Demonstrationen eignet. «Aktuell», schreibt aber das ZHAW, «hat das Leading House noch keine Projekte für das Jahr 2026 (inkl. Folgejahre) bestimmt.»

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