Nach der blutigen Niederschlagung der landesweiten Proteste im Iran ist offenbar wieder Ruhe eingekehrt. Das Mullah-Regime scheint das Volk wieder in eisernem Griff zu haben. Der Eindruck täusche, sagt Abbas Milani, führender Iran-Forscher an der Stanford University in Kalifornien. Das brutale Vorgehen zeige: «Das Regime befindet sich in der schwächsten Verfassung seit der Revolution 1979.» Doch wann gelingt dem Volk der Umsturz? Könnte Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, das Land anführen? Hat Donald Trump die Iraner verraten, als er Hilfe versprach und keine entsandte? Urs Gehriger analysiert mit Milani die turbulenten Tage der jüngeren Geschichte Irans. Seite 14
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Was macht den Schauspieler Al Pacino so gut? Wir baten Hollywoodlegende David Mamet um seine Einschätzung. Mamet, der als Regisseur, Drehbuchautor und Dramatiker mit vielen Grössen der Film- und Theaterwelt zusammengearbeitet hat, sieht in Pacino den Archetyp des Kompromisslosen: «Seine schauspielerischen Leistungen werden nicht von Gefühlen angetrieben, sondern von Notwendigkeit», so Mamet, Pacino verkörpere auf geniale Weise den «Mann, der zu viel will». Seite 24
Der ehemalige israelische Ministerpräsident und Generalstabschef Ehud Barak analysiert im Gespräch mit Pierre Heumann die tektonischen Verschiebungen im Nahen Osten – nüchtern, präzise, ohne diplomatische Schonung. Er erklärt, weshalb Irans Atomprogramm weiterhin brandgefährlich ist und warum der gewonnene Gaza-Krieg für Israel zum strategischen Desaster wurde. Er spricht über verpasste Chancen, die Friedenskonferenz von Camp David im Jahr 2000, den verstorbenen Palästinenserführer Jassir Arafat – und sagt, warum er den Glauben an eine politische Lösung trotzdem nicht aufgegeben hat. Seite 28
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