Indiens Regierung reagiert zurückhaltend auf den Krieg gegen Iran. Premierminister Narendra Modi hat in Gesprächen mit der iranischen Führung seine Sorge über die Eskalation geäussert und zur Deeskalation aufgerufen.
Für Neu-Delhi steht vor allem ein strategisches Gleichgewicht im Vordergrund. Indien unterhält enge Beziehungen zu den USA, ist gleichzeitig aber auch wirtschaftlich und energiepolitisch mit Iran verbunden.
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Der Konflikt zwingt die indische Diplomatie deshalb zu einem Balanceakt. Offiziell betont die Regierung die Bedeutung von Stabilität im Nahen Osten und warnt vor den globalen Folgen eines längeren Krieges.
Indische Beobachter sehen darin eine typische Strategie Modis: klare Worte zur Deeskalation, aber ohne sich eindeutig auf eine Seite des Konflikts zu schlagen.