Einen Handschlag gab es nicht, schliesslich ist sie eine unreine Frau, an der sich ein gläubiger Muslim nicht beschmutzt. Dennoch hatte Ursula von der Leyen ein strahlendes Lächeln für Achmed el-Scharaa, Syriens Machthaber. Und natürlich hatte sie Geld dabei.
Das Timing freilich war eher unglücklich. In Aleppo bekämpft der einst steckbrieflich gesuchte Islamo-Terrorist Scharaa mit Spiessgesellen des Islamischen Staates kurdische Kämpfer.
European Commission
Das passt nicht recht ins Bild, das die EU-Chefin im Auftrag ihrer deutschen Parteifreunde Merz und Dobrindt verbreiten soll: In Syrien herrscht Friede, Freude, Eierkuchen. Flüchtlinge können getrost nachhause.
Ja klar, in ein Land, in dem Israel, die USA und die Türkei regelmässig Bombeneinsätze fliegen. In ein Land, in dem nicht-muslimische Minderheiten wieder zittern müssen.
Es lebe die Pipi-Langstrumpf-Philosophie: Man macht sich die Welt, wie sie einem gefällt.
Wäre es anders, wäre von der Leyen nach Norden gereist. Nach Grönland oder wenigstens Dänemark. Als Zeichen der Solidarität.
Tat sie nicht, weshalb sich Dänen und Grönländer nun sicher sein können: Die EU wird sie verraten und verkaufen. Mit einem kalten Lächeln. Aber strahlend.