Die US-Militäraktion in Venezuela, bei der Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde, hat ein internationales Echo ausgelöst – zwischen scharfer Verurteilung und offener Zustimmung. Während einige Staaten den Eingriff als völkerrechtswidrig einstufen, feiern andere den Sturz des Regimes als Sieg der Freiheit.
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Kolumbiens Präsident Gustavo Petro zeigte sich «tief besorgt» über die Explosionen in Caracas und die «ungewöhnliche Luftaktivität». Er rief alle Beteiligten zur Deeskalation auf und forderte eine Dringlichkeitssitzung der Uno. «Die kolumbianische Regierung lehnt jede einseitige militärische Aktion ab, die die zivile Bevölkerung gefährden könnte», so Petro.
Auch Havanna meldete sich zu Wort: Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel sprach von «Staatsterrorismus gegen das mutige venezolanische Volk und gegen unser Amerika». Die US-Operation sei ein «krimineller Angriff» und ein Frontalangriff auf die lateinamerikanische Friedensordnung. Kuba forderte eine «dringende Reaktion der internationalen Gemeinschaft».
Noch deutlicher äusserte sich Evo Morales, Boliviens ehemaliger Präsident. Er sprach von einer «brutalen imperialistischen Aggression», die die venezolanische Souveränität verletze. «Venezuela ist nicht allein», schrieb Morales auf sozialen Medien.
Ganz anders fiel die Reaktion aus Buenos Aires aus: Argentiniens Präsident Javier Milei begrüsste die Festnahme Maduros mit den Worten: «Die Freiheit schreitet voran. Es lebe die Freiheit, verdammt noch mal!» Der bekennende Libertäre hatte bereits in der Vergangenheit Washingtons harte Linie gegen autoritäre Regime in Lateinamerika unterstützt.