Es ist Februar, und in der Schweiz schneit’s, teils relativ viel. Lawinen donnern ins Tal. Infrastruktur, aber auch Menschen kommen zu Schaden wie in Goppenstein VS, wo ein BLS-Zug aufgrund einer Lawine entgleiste. Fünf Personen, darunter der Lokführer, wurden verletzt.
Der Neuschnee und die Lawinengefahr im Hochwinter beschäftigen auch SRF. Beim Schweizer Radio und Fernsehen fragt man sich: «Liegt das am Klimawandel?» Die Redaktorin meint mit Klimawandel offensichtlich Klimaerwärmung und geht in ihrer Fragestellung davon aus, dass sich die Zunahme von sommerlichen Starkniederschlägen auf den Winter übertragen liesse.
Zum Glück gibt ein Experte sofort Entwarnung. Die Schneefälle hätten «nicht mit dem Klimawandel per se» zu tun, heisst im Beitrag, im Gegenteil. Dieser Winter sei «sehr untypisch für einen Winter im Klimawandel», sagt Christoph Marty vom Institut für Schnee und Lawinenforschung. Fazit: Die Schweiz erlebt also einen ganz normalen Winter.
Das sind sehr beruhigende Informationen, nachdem SRF jahrelang das Ende des Winters, des Wintersports und des Wintertourismus propagiert hat. Mit Weltuntergangsszenarien und anderen rot-grünen Klimaprognosen über Jahrzehnte hinweg scheint man sich am Leutschenbach neuerdings zurückzuhalten. Der Artikel endet völlig offen: «Wie viel Schnee uns dieser Winter noch bringt, wird sich zeigen.»