München
Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen, Ukraine, Gaza: Jürgen Todenhöfer, 1940 in Hessen geboren, als Europa im Zweiten Weltkrieg versank, hat mehr Schlachtfelder betreten, als er zählen mag. Er sass mit Baschar al-Assad am Tisch, sprach mit den Taliban und IS-Terroristen. Dialog, nicht Dogma, lautet sein Credo.
Doch Todenhöfer ist kein blosser Krisenwanderer, kein romantischer Abenteurer. Der Spiegel nannte ihn einst «Sonderbotschafter», ein Etikett, das nur die halbe Wahrheit trifft. Todenhöfer war Medienmanager und lenkte den Burda-Verlag, er amtete als Richter und sass für die CDU im Bundestag, wo er sich als Kritiker seines Parteivorsitzendenden, Kanzler Helmut Kohl, profili ...