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«Ich war in dieser Präsidialrolle gefangen»: Bundesrätin Karin Keller-Sutter spricht über ihr historisches Telefonat mit US-Präsident Trump. Es sei «natürlich ein Risiko» gewesen

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«Ich war in dieser Präsidialrolle gefangen»: Bundesrätin Karin Keller-Sutter spricht über ihr historisches Telefonat mit US-Präsident Trump. Es sei «natürlich ein Risiko» gewesen
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Am Rand des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos waren in der SRF-Talksendung «Gredig direkt» gleich zwei illustre Politiker zu Gast: Bundesrätin Karin Keller-Sutter und Europarat-Generalsekretär Alain Berset.

Keller-Sutter war am WEF ein zentrales Thema, nachdem US-Präsident Donald Trump sich in seiner Rede über ihre Verhandlungsversuche rund um die Zölle gegen die Schweiz lustig gemacht hatte.

IDA MARIE ODGAARD / KEYSTONE
epa12422921 Swiss Federal President Karin Keller-Sutter arrives prior to the 7th meeting of the European Political Community (EPC) in Copenhagen, Denmark, 02 October 2025
IDA MARIE ODGAARD / KEYSTONE

Im Gespräch mit Urs Gredig gab die Bundesrätin Einblick in die Ereignisse. Es sei damals der falsche Eindruck entstanden, sie sei für das Zolldossier und die entsprechenden Verhandlungen verantwortlich, so Keller-Sutter. Das sei aber stets Guy Parmelin gewesen, «ich war zufällig Präsidentin in diesem Jahr und musste oder durfte den Kontakt wahrnehmen».

Weil es zum damaligen Verhandlungsstand rund um die Zölle Ende Juli 2025 keine Rückmeldung aus den USA gegeben habe, sei sie unter anderem vom Wirtschaftsministerium und vom Staatssekretariat für Wirtschaft gebeten worden, von sich aus den Kontakt aufzunehmen, denn: «Die Deadline kam immer näher.»

Ihr sei die Aufgabe zugekommen, herauszufinden, was der US-Präsident vorhabe, «aber ich wusste nicht, was er denkt, und das war natürlich ein Risiko». Trump habe den Deal, dem die Schweiz bereits zugestimmt hatte, dann schnell «vom Tisch gewischt». Kurz danach erhob er die Strafzölle von 39 Prozent.

Auf die Frage, ob sie rund um das entscheidende Telefonat mit Trump aus heutiger Sicht etwas anders machen würde, sagt die FDP-Bundesrätin: «Ich hatte keine Wahl.»

Sie habe oft darüber nachgedacht, was geschehen wäre, wenn sie nicht in Washington angerufen hätte, so Karin Keller-Sutter. Ihr Befund: «Dann hätte man mich kritisiert, man hätte gesagt: Sie war sich zu schön, sie hat ihre Aufgabe nicht wahrgenommen.»

So gesehen sei sie «ein bisschen gefangen gewesen in dieser präsidialen Rolle, ich wurde dem ein wenig ausgeliefert».

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