Die Sängerin Nina Chuba hat sich im Magazin Spiegel deutlich gegen die AfD positioniert und nach eigenen Angaben den Kontakt zu einem Teil ihrer Familie abgebrochen. «Ich habe mit einem Teil meiner ostdeutschen Familie gebrochen, weil sie politische Haltungen vertreten, für die ich nicht stehe. Ich kann da auch keine falsche Toleranz oder Verständnis zeigen. Ich bin absolut gegen die AfD», sagte die 26-Jährige in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin.
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Chuba, die bürgerlich Nina Katrin Kaiser heisst, stammt aus Wedel bei Hamburg, ihre Eltern aus Sachsen-Anhalt. Der Bruch mit der Familie sei eine Konsequenz ihrer politischen Haltung.
Die Künstlerin steht aktuell im Rampenlicht – ihr Song «Wildberry Lillet» wurde 2022 zum Hit, auf Spotify verzeichnet er über 200 Millionen Abrufe. Auch ihr zweites Album ist gerade erschienen. Der wachsende öffentliche Druck habe sie jedoch belastet. «Ich habe eine Therapie angefangen», erklärte Chuba im Gespräch.
Zugleich kritisierte sie die Bedingungen in der Musikindustrie, insbesondere für Frauen. «Du musst immer härter für deinen Fame kämpfen als ein Mann.» Es sei frustrierend, dass erfolgreiche Künstlerinnen wie Taylor Swift oder Autorinnen wie Caroline Wahl permanent mit doppelten Standards konfrontiert würden. «Mich macht diese Ungerechtigkeit so fucking wütend», sagte Chuba wörtlich.