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ICE-Brecher: In Trumps Ausschaffungsbehörde herrscht Streit. Hardliner wollen alle illegal Eingereisten deportieren. Auf die Bremse tritt jetzt ausgerechnet der Bulldozer-Border-Zar Tom Homan

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ICE-Brecher: In Trumps Ausschaffungsbehörde herrscht Streit. Hardliner wollen alle illegal Eingereisten deportieren. Auf die Bremse tritt jetzt ausgerechnet der Bulldozer-Border-Zar Tom Homan
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Sie sind das Feindbild vieler Grossstädter in Amerika: Die Beamten der Ausschaffungsbehörde ICE. Sie haben den Auftrag, alle illegal eingereisten Immigranten auszuschaffen. Auch wenn diese seit Jahren in den USA arbeiten und Steuern zahlen.

Die Wut flammt auf. Besonders in den von Demokraten regierten Städten wie Los Angeles, Chicago oder Portland. Gouverneure und Bürgermeister weigern sich, mit Trumps Behörde zu kooperieren. Bürgerwehrartig attackieren Aktivisten Ausschaffungs-Beamte.

FRANCIS CHUNG / POOL / KEYSTONE
epa12060476 White House border czar Tom Homan speaks during a press briefing at the White House in Washington, DC, USA, 28 April 2025
FRANCIS CHUNG / POOL / KEYSTONE

Der Widerstand zeigt Wirkung. Im Ministerium für Heimatschutz DHS kommt es zum Richtungsstreit. Die Stimmung sei «konfrontativ», berichtet Fox News. Es gebe massive Differenzen hinsichtlich der Abschiebungstaktiken und -prioritäten. Der Streit tobt offenbar bis an die Spitze.

Auf der einen Seite – die Hardliner: Kristi Noem, Ministerin für Heimatschutz und oberste Chefin der ICE-Truppe. Flankiert wird sie von einem Urgestein der Trump-Ära: Corey Lewandowski, Trumps Wahlkampfleiter 2016. Sein Motto: «Let Trump be Trump».

Die Hardliner wollen Trumps Credo umsetzen: Alle illegalen Migranten gehören ausgeschafft.

Auf der anderen Seite die Bedenkenträger: Angeführt werden sie von Grenzzar Tom Homan, ausgerechnet jenem Mann, der in Bulldozer-Manier auftritt und die Südgrenze komplett dicht gemacht hat. An seiner Seite steht ICE-Direktor Todd Lyons.

Die Bedenkenträger wollen sich auf kriminelle Ausländer und Personen mit endgültigen Abschiebungsbescheiden konzentrieren. Sie warnen davor, wenn man alle Illegalen ins Visier nehme, gehe die öffentliche Unterstützung verloren.

«ICE hat mit den schlimmsten Fällen angefangen», wird ein hochrangiger DHS-Beamter zitiert. «Aber seit die Grenzpolizei im Juni nach Los Angeles gekommen ist, haben wir unseren Fokus verloren.» Man gehe «zu hart» vor.

«ICE verhaftet kriminelle Immigranten. Sie [die Grenzpolizei] greift bei Baumärkten und Autowaschanlagen zu», kritisiert ein anderer hoher Funktionär.

Zwei Millionen illegale Einwanderer seien in den ersten 250 Tagen von Trumps zweiter Amtszeit abgeschoben worden oder hätten sich selbständig aus dem Land entfernt, vermeldete das DHS im September. Nach Schätzungen leben rund vierzehn Millionen illegal eingereiste Migranten in den USA.

Bereits werden erste Konsequenzen der internen Rivalität vermeldet: ICE werde umfassend umgebaut. ICE-Chefs in mindestens acht Städten würden ersetzt, so hochrangige Beamte gegenüber Fox News. Eine «beispiellose Machtverschiebung innerhalb des DHS» sei im Gang.

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