Während Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) öffentlich zum Sparen aufruft, genehmigt sich sein Ministerium selbst ein mediales Luxuspaket: Für bis zu 620.000 Euro soll ein Vertrag über professionelle Foto- und Videodienstleistungen vergeben werden. Das berichtet die Bild-Zeitung.
Geplant ist ein Rahmenvertrag ab Januar 2026 bis mindestens Ende 2027 – mit Option auf Verlängerung. Erwartet wird ein Team aus Profis («hohes Mass an Professionalität») mit mindestens vier Jahren Erfahrung, das bundesweit – und in Ausnahmefällen weltweit – «sehr kurzfristig» einsatzbereit sein muss. Gerechnet wird mit bis zu 225 Einsätzen pro Jahr. Zum Auftrag gehört auch der Einsatz von Visagisten für Make-up, Styling, Haarpflege und Garderobenanpassungen – Zusatzkosten inklusive.
MICHAEL KAPPELER / KEYSTONE
Ein Sprecher des Ministeriums verteidigte die Pläne: Die Beauftragung diene «der Erfüllung des Informationsauftrags der Bundesregierung» und sei in allen Ministerien üblich.