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Hitlergruss-Gaga, «Nazi»-Merz, «schwärzester Tag der Nachkriegsgeschichte»: Deutsche Politiker drehen durch. Wie kaputt ist die deutsche Volksseele? Und gibt es Hoffnung auf eine vernünftigere, realistischere Politik?

Deutschland gleicht dieser Tage einem Tollhaus. Nein, weniger auf den Strassen, sondern vielmehr im Bundestag, in den Ministerien und Redaktionsstuben.

Wenn Elon Musk symbolisch sein Herz ins Publikum wirft, machen deutsche Medien daraus einen Hitlergruss.

Wenn CDU-Merz die Morde und Gewalttaten von Migranten minimieren will und dazu die notwendigen Stimmen der AfD holt, wird er in die Nazi-Ecke gestellt.

Hitlergruss-Gaga, «Nazi»-Merz, «schwärzester Tag der Nachkriegsgeschichte»: Deutsche Politiker drehen durch. Wie kaputt ist die deutsche Volksseele? Und gibt es Hoffnung auf eine vernünftigere, realistischere Politik?

Wenn der demokratisch gewählte Bundestag eine demokratische Abstimmung zur Asylmisere durchführt, sprechen die unterlegenen Regierungsparteien von Links-Grün vom «schwärzesten Tag der Nachkriegsgeschichte».

Schwärzer also als der Mauerbau, schwärzer als die Toten an der innerdeutschen Grenze, schwärzer als die Morde der Rote-Armee-Fraktion, schwärzer als die tödliche Geiselnahme und die Entführung des Flugzeugs «Landshut» durch deutsche und palästinensische Terroristen, schwärzer als das Münchner Olympia-Attentat 1972, bei dem vierzehn israelische Staatsbürger durch die palästinensische Terrororganisation Schwarzer September ermordet wurden, schwärzer als die in Brand gesteckten Asyl- oder jüdischen Altenheime, schwärzer als die Messermorde und Attacken auf Weihnachtsmärkte durch kriminelle Einwanderer, schwärzer als jede tödliche Flut- oder sonstige Katastrophe.

Als aussenstehender neutraler Beobachter reibt man sich die Augen über die offensichtliche Absurdität dieser im Wortsinn verrückten, verdrehten deutschen Debatten. Es geht offenbar nur mit maximaler Überdrehung, nur im Modus der rhetorischen und moralistischen Eskalation.

Um ein Land, dessen führende Politiker und Journalisten zu keiner sachlichen Diskussion mehr fähig sind, weil sie jeden vernünftigen Realitätsbezug zu Gegenwart und Geschichte verloren haben, muss man sich ernsthaft Sorgen machen. Man kommt nicht um die Feststellung herum, dass die deutsche Volksseele auch hundert Jahre nach dem Aufstieg der Nationalsozialisten offensichtlich noch immer stark beschädigt ist. Jedenfalls bei den tonangebenden Eliten.

Doch vielleicht gibt es Hoffnung: Die völlig übertriebenen Reaktionen könnten ja auch ein Symptom dafür sein, dass möglicherweise eine Wende bevorsteht, ein Durchbruch aus der ideologischen Abkapselung und Selbstbespiegelung in eine realistischere Politik. Es wären dann Eruptionen eines ungesunden Menschenverstands, dessen Tage gezählt sind, ein letztes Aufbäumen eines gescheiterten politisch-medialen Modells der Realitätsverweigerung.

Good morning, Germany!

Entscheiden werden am Ende die Wähler.

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