Grosse, weltweite Solidarität mit der Schweiz nach dem Drama in Montana. So habe Israel wenige Stunden nach dem Brand in einer Bar, bei dem mindestens 40 Personen gestorben sind, Spezialisten ins Wallis geschickt. Wie Agenturen berichteten, soll das Team, das zum israelischen Roten Kreuz gehört, den Schweizer Behörden bei der Identifizierung der Brandopfer helfen. Die Experten seien auf die Identifizierung verkohlter Leichen spezialisiert.
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Eine wertvolle Geste, wenn man bedenkt, dass sich die offizielle Schweiz während des Gaza-Kriegs teils nicht neutral verhalten hat. Mitglieder der Regierungspartei SP sind im Sommer bei einer pro-palästinensischen Demonstration mitmarschiert, bei der mitten in Bern israelischen Fahnen verbrannt wurden. Die mit Steuergeldern finanzierte Universität in Genf ging demonstrativ auf Distanz zur Hebräischen Universität in Jerusalem, indem man eine strategische Partnerschaft aufkündigte. Frei nach dem Motto: Forscht nicht mit Juden.
Schliesslich sind Beamte im Aussendepartement (EDA) zum Schluss gekommen, dass die Voraussetzungen gegeben seien, damit die Schweiz Palästina als Staat anerkennt. Die Direktion für Völkerrecht sieht kein Problem darin, dass Palästina mit der Hamas von einer Terrororganisation regiert würde. Die «Staatsgewalt» in Palästina kann laut EDA «in unterschiedlicher Ausgestaltung und Form» vorkommen. Andere Länder, andere Staatsformen halt.
Angesichts der Katastrophe in Montana möchte man die EDA-Diplomaten fragen: Was hat der potenzielle Staat Palästina bisher für die Schweiz getan? Wo bleiben die Solidaritätsbekundungen der Hamas-Führung? Die Schweiz ihrerseits hat 100 Palästinenser evakuiert und in den hiesigen Spitälern versorgt. Der Schweizer Steuerzahler wird für sie aufkommen müssen. Dazu hat die Schweiz seit dem 7. Oktober 2023, an dem Palästinenser über 1000 Juden umgebracht und 250 verschleppt haben, 150 Millionen Franken nach Gaza geschickt.