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Herero-Aufstand 1904: Ein Historikerstreit ist fällig
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Michael Klonovsky

Herero-Aufstand 1904: Ein Historikerstreit ist fällig

Die Niederschlagung des Herero-Aufstands in Deutsch-Südwestafrika gilt heute als Völkermord. Gegen diese offizielle Darstellung gibt es eine Reihe von Einwänden.
Laut offiziellen Darstellungen beging die deutsche Schutztruppe als Reaktion auf den Aufstand der Herero in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. So schreibt etwa der Historiker Horst Gründer in seiner «Geschichte der deutschen Kolonien», die Deutschen hätten am Waterberg «die Hauptmasse» der Herero «in einer Kesselschlacht am 11. August 1904 vernichtet bzw. an der Durchbruchstelle in die wasserarme Omaheke getrieben». Danach habe, so verbreitet die Bundeszentrale für politische Bildung, die Schutztruppe unter General Lothar von Trotha «die Wüste monatelang abgeriegelt». Von ursprünglich «60.000 bis 80.000 Herero überlebten nur etwa 16 ...
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