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«Hall of Shame»: Wer in Amerika falsch oder irreführend berichtet, wird vom Weissen Haus gelistet

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«Hall of Shame»: Wer in Amerika falsch oder irreführend berichtet, wird vom Weissen Haus gelistet
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Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verschärft ihren Kurs gegen kritische Medien: Seit kurzem ist eine vom Weissen Haus betriebene Website online, die Journalisten und Medienhäuser öffentlich an den Pranger stellt. Unter dem Titel «Offender Hall of Shame» listet die Seite namentlich Reporter auf, denen die Regierung vorwirft, wiederholt falsch oder irreführend über das Präsidialamt berichtet zu haben, schreibt das Portal Tichys Einblick.

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
President Donald Trump speaks with reporters while in flight on Air Force One from his Mar-a-Lago estate in Palm Beach, Fla
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.

In einer Rubrik namens «Media Offender of the Week» benennt das Portal wöchentlich konkrete Personen und Beiträge, die laut Trump-Regierung «die Wahrheit verzerren». Die dazugehörige Korrektur wird jeweils gleich mitgeliefert – als offizielle Version der Regierung. Auch visuelle Rankings sogenannter repeat offenders sollen Besuchern einen Überblick über jene Medienvertreter verschaffen, die sich aus Sicht des Weissen Hauses besonders häufig journalistischer Verfehlungen schuldig gemacht haben.

Die Initiative sei Teil eines Versprechens, Medien zur Verantwortung zu ziehen, erklärte Regierungssprecherin Karoline Leavitt. Besonders Berichte auf Basis anonymer Quellen stünden in der Kritik. Laut Leavitt hat die neue Plattform das Ziel, «Rechenschaftspflicht» in der Berichterstattung durchzusetzen.

Ein prominentes Beispiel: ein Video, in dem Kongressmitglieder US-Soldaten daran erinnern, nur «rechtmässige» Befehle auszuführen. Während zahlreiche Medien dies als allgemeine Warnung im Wahlkampf deuteten, wertet die Regierung den Hinweis als Aufruf zur Befehlsverweigerung gegen den Präsidenten – und bezichtigt die Berichterstatter der gezielten Irreführung.

Kritiker warnen vor einem gefährlichen Präzedenzfall: Die öffentliche Brandmarkung einzelner Journalisten könne das Vertrauen in die freie Presse untergraben und Journalisten einschüchtern. In Washington ist von einer «roten Linie» die Rede, die überschritten worden sei. Unterstützer hingegen feiern die Plattform als notwendige Gegenwehr gegen eine «feindlich gesinnte Medienlandschaft».

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