Die Grünen interessieren sich wenig für die echten Alltagssorgen der Menschen. Dieser Eindruck wurde am Wochenende wieder einmal bestätigt, von Lisa Mazzone persönlich. Die Grüne-Präsidentin regt sich im «Sonntalk» darüber auf, dass die jurassische Gemeinde Pruntrut und deren Schwimmbad medial und politisch «instrumentalisiert» würden. «Niemand kennt diesen Ort», sagt die Genferin enerviert. Sind es die einfachen Menschen in dieser Kleinstadt nicht wert, wenn die Welt über ihre Probleme erfährt?
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Die Badi von Pruntrut wurde regelmässig von Gruppen aus dem benachbarten Frankreich heimgesucht. Die jungen Männer, in der Regel mit nordafrikanischem Hintergrund, pöbeln herum, begrapschen Frauen. Daraufhin hat der siebenköpfige Gemeinderat (davon zwei Sitze für Rot-Grün) entschieden, nur Personen den Eintritt in die Badi zu gewähren, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Das «Ausländer-Verbot» sorgte für internationale Schlagzeilen und wurde vor allem in Frankreich und in Deutschland sehr breit und sehr positiv aufgenommen.
Mazzone sieht derweil im Entscheid der Gemeinde, über deren Infrastruktur zu verfügen, einen «Entscheid gegen die Verfassung». Der Ausschluss von Menschen, die nicht in der Schweiz wohnhaft sind, sei eine «reine Diskriminierung». Das Hauptproblem von Pruntrut sei – wie kann es auch anders sein – der Klimawandel. Aufgrund der Hitze seien die Badis überfüllt, argumentiert Mazzone allen Ernstes. In der Welt der Grünen ist klar: Auch wenn Maghreb-Männer Frauen begrapschen, ist der Klimawandel schuld.