Donald Trump und Wladimir Putin haben am Montag zwei Stunden telefoniert, um ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges zu besprechen. Viele westliche Medien kritisieren den amerikanischen Präsidenten im Anschluss. Er fahre gegenüber Russland eine zu weiche Linie. Der französische -Historiker und Bestsellerautor -Emmanuel Todd beurteilt die Lage anders. Russland habe den Krieg längst gewonnen, die USA und ihre europäischen Partner hätten kaum noch Spielraum, sagt er im Gespräch mit Jürg Altwegg. Es ist das zweite Interview, das unser Frankreich-Korrespondent seit Beginn des -Ukraine-Kriegs mit Todd führte. Sie kennen sich seit vierzig Jahren. Nach dem Gegenlesen der Druckfassung -schickte Todd eine Textnachricht: «Atemberaubendes Gespräch. Merci! Ich fühle mich befreit.» Seite 16
MIKHAIL TERESHCHENKO / SPUTNIK / / EPA
Zwei Länder, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die Schweiz und die Türkei. Das eine Land eingekeilt im Alpenkamm. Das andere erstreckt sich tief ins Morgenland. Doch uns verbindet weit mehr, als man denkt. So stand die Schweiz Pate, als die moderne Türkei nach dem Ersten Weltkrieg aus der Taufe gehoben wurde. So eng sind die Bande, dass die Türkei das Schweizer Zivilgesetzbuch übernahm und damit ihre Gesellschaft revolutionierte. Hundert Jahre währt diese Freundschaft jetzt schon. Die Weltwoche nimmt das Jubiläum zum Anlass für eine Ode und widmet der Türkei einen Schwerpunkt in diesem Heft. Wir würdigen die türkischen Frauen, denen der Staatsgründer Atatürk eine besondere Rolle zugedacht hat. Symbol der modernen Türkin ist seine Adoptivtochter Sabiha Gökcen, die erste Kampfpilotin der Geschichte. Wir treffen ihre Nachfolgerin auf der Luftwaffenbasis Izmir. Bei einem Besuch in ihrem TV-Studio schildert die CNN-Moderatorin Hande Firat, wie sie das Land vor einem Putsch gerettet hat. Schliesslich beschäftigen wir uns mit dem Mann, der schon so lange an der Macht ist, dass viele ihn einen Sultan nennen. Innenpolitisch immer wieder unter Druck, behauptet sich Recep Tayyip Erdogan und hievt die Türkei in die Riege der Grossmächte. Er hat sein Land unverzichtbar gemacht – als Vermittler zwischen Kriegsparteien. Seiten 31–50
Ihre Weltwoche

