Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Grossbritanniens Ex-Premier Boris Johnson reiste 2023 mit einem Millionenspender nach Kiew – warum?

Grossbritanniens Ex-Premier Boris Johnson ist im September 2023 gemeinsam mit Christopher Harborne, einem seiner grössten privaten Geldgeber, nach Kiew gereist. Wie aus geleakten Unterlagen hervorgeht, nahm Harborne als angeblicher «Berater» an mehreren hochrangigen Treffen teil. Zuvor hatte der Unternehmer Johnson eine Million Pfund überwiesen – angeblich an dessen Privatfirma.

SERGEY DOLZHENKO / KEYSTONE
epa10136489 Ukrainian President Volodymyr Zelensky (R) and British Prime Minister Boris Johnson (L) attend the inauguration of a plate with Johnson's name on the 'Walk of the Brave', dedicated to politicians who support Ukraine amid the Russian invasion, in Kyiv, Ukraine, 24 August 2022
SERGEY DOLZHENKO / KEYSTONE

Laut Recherchen des Guardian handelt es sich um die grösste bekannte Einzelspende an einen britischen Parlamentarier. Harborne, ein in Thailand lebender Brite mit vielfältigen Interessen von Kryptowährungen bis Militärtechnik, war auch massgeblich an der Finanzierung der Brexit-Kampagne beteiligt. Seine Verbindung zur Ukraine beschränkt sich offenbar auf ein britisches Rüstungsunternehmen, das Drohnen an die ukrainische Armee liefern soll.

Anlass der Reise war das «Yalta European Strategy Forum» in Kiew, wo Johnson als Redner auftrat. In den internen Reiseplänen ist Harborne für zentrale Programmpunkte als Teil der Delegation gelistet – unter anderem beim Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. Offiziell schweigen sowohl Johnson als auch Harborne über den Zweck der Reise.

Die geleakten «Boris Files», die von der Transparenzplattform Distributed Denial of Secrets veröffentlicht wurden, zeichnen ein Bild eines Politikers, der seine internationale Prominenz seit dem Rücktritt aus Downing Street für persönliche Interessen nutzt – etwa durch Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman oder Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro.

Gleichzeitig bleibt Johnson ein vehementer Unterstützer der Ukraine. Für ihn sei der Krieg gegen Russland «heilig», zitiert der Guardian einen Politikberater. Auf Kritik an der Reise reagierte Johnson mit scharfen Worten: «Ihre erbärmlichen Nichtgeschichten stammen offenbar aus einem illegalen russischen Hack. Sie sollten sich schämen.»

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.