Das historische Zentrum der Zürcher Freimaurer auf dem Lindenhof ist nach einem verheerenden Grossbrand in seiner Substanz massiv bedroht und akut einsturzgefährdet. Wie die Neue Zürcher Zeitung unter Berufung auf die Feuerwehr berichtet, frass sich das Feuer in der Nacht derart aggressiv durch den Dachstuhl, dass sich die Einsatzkräfte zum Eigenschutz fluchtartig aus dem Gebäude zurückziehen mussten.
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Das Haus der 1771 gegründeten Loge «Modestia cum Libertate» – der ältesten und grössten Bruderschaft Zürichs – bietet ein Bild der Verwüstung: Der Dachboden ist zerstört, und Lasermessungen des Zivilschutzes zeigen, dass sich die Aussenmauern bereits bedrohlich nach innen neigen.
Die Löscharbeiten erweisen sich als logistischer Albtraum für «Schutz und Rettung Zürich». Da die Statik des historischen Gemäuers unberechenbar geworden ist, müssen Höhenretter nun in einem riskanten Manöver per Kran von aussen zu den hartnäckigen Glutnestern in den schwer zugänglichen Erkern vordringen.
Während der eigentliche Tempelraum im Keller von den Flammen verschont blieb, dürften Löschwasser und Russ die wertvollen Kunstgegenstände in den oberen Etagen unwiederbringlich ruiniert haben. Verletzt wurde niemand, die Brandursache liegt noch im Dunkeln.