Die Musik ging bei den Grammy-Verleihungen vom letzten Sonntag in Los Angeles völlig unter. Nach der Show sprach die ganze Welt nur noch von politisierenden Stars.
Ein musikalischer Götterfunken sie hier nachgetragen. Er hiess «War Pigs» und wurde von Sänger Post Malone, den Gitarristen Duff McKagan (Bass) und Slash – beide von Guns’n’Roses –, Red-Hot-Chili-Peppers-Schlagzeuger Chad Smith sowie Produzentengenie Andrew Watt gezündet.
CHRIS PIZZELLO / KEYSTONE
Die Musiker brachten eine unheimliche Explosivität auf die Bretter, liessen musikalische Blitze durch die Crypto.com-Arena zucken und liessen die Halle beben.
Die All-Star-Gruppe spielte den Black-Sabbath-Klassiker aus dem Jahr 1970 zu Ehren des im Juli verstorbenen Frontmanns Ozzy Osbourne. «War Pigs» gehört zum Urknall des Heavy Metal und hat seinen Ursprung in Zürich.
Ende 1969 – noch vor dem Durchbruch – war Black Sabbath sechs Wochen lang Hausband im «Beat Club» des Zürcher Altstadt-Hotels «Hirschen». Dort traten die dunklen Rocker täglich ab 15 Uhr mit sieben Sets à 45 Minuten auf. Ihr Repertoire war noch bescheiden und sie fetteten es mit Improvisationen an. Daraus entstand das Stück «War Pigs». Ozzy und Co. hatten das Stück in Anlehnung an die berühmte Hexennacht eigentlich «Walpurgis» genannt, brachten es dann aber mit dem ähnlich klingenden, aber weniger satanischen Titel «War Pigs» heraus.
Im Original dauert der Song knapp acht Minuten, bei den Grammys dampfte ihn die Ad-Hoc-Band auf fünfeinhalb feurige Minuten ein.