Google plant nicht, Faktenchecks auf seiner Plattform Youtube und in die Suchergebnisse zu integrieren. Laut einem Bericht des Portals Axios schrieb Kent Walker, Googles Chef für globale Angelegenheiten, in einem Brief an die EU-Kommission, dass die Richtlinie für Google-Dienste weder «angemessen» noch «effektiv» sei.
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Walker argumentierte, dass die bestehende Moderation ausreichend sei, und verwies auf den «beispiellosen Zyklus globaler Wahlen» im vergangenen Jahr, den Google erfolgreich begleitet habe.
Hintergrund ist der Verhaltenskodex der EU-Kommission zur Bekämpfung von Desinformation, dem 44 Akteure, darunter Google, Meta und Tiktok, beigetreten sind. Dieser Kodex sieht vor, dass Faktencheck-Ergebnisse neben Suchergebnissen und Videos eingebunden sowie in Googles Ranking-Systeme integriert werden.
Google lehnt diese Massnahmen jedoch ab und folgt damit der Entscheidung von Meta-Chef Mark Zuckerberg, ebenfalls auf Faktenchecker zu verzichten.