«Eine Hitzewelle hält die Schweiz fest im Griff», berichtet 20 Minuten. Dies, nachdem die Dauersintflut der vergangenen Wochen gerade mal von einigen heissen Tagen unterbrochen worden ist.
Noch schlimmer sei es anderswo. Südeuropa leide «unter einer wahren Gluthitze» mit Temperaturen über 40 Grad – was im August in Spanien oder Griechenland eher Standard als Ausnahme ist. Das trifft auch auf Italien zu, wo «38 bis 40 Grad» als Sensation gemeldet werden, als ginge es um den hohen Norden.
Offenbar ist auch immer weniger nötig, um von einem Rekord zu sprechen. Am Montag wurde es in Teilen von Spanien bis zu 40 Grad warm, und das könnte bis Donnerstag so bleiben. Das sind gerade mal vier Tage, aber nun ist es «die längste Hitzewelle seit Jahren.»
Bebildert werden die Panikmeldungen mit einer der berühmten tiefrot gefärbten Wetterkarten, wie sie auch im öffentlich-rechtlichen TV inzwischen bereits eingesetzt werden, sobald man auf dem Sofa keine Wollsocken mehr braucht. München wird in einem schrillen Dunkelorange dargestellt – bei bescheidenen 25 Grad.
Der Erzählung gerade recht kommen diverse Waldbrände, die immer gern als Beleg für überdurchschnittliche Temperaturen durch den Klimawandel angeführt werden. Nur dass sich auch bei 40 Grad Bäume und Sträucher nicht einfach selbst entzünden, sondern der überwiegende Teil der Fälle auf Unachtsamkeit oder Brandstiftung zurückzuführen ist.
Stellenweise leicht über 30 Grad in der Schweiz, knapp an die 40 Grad im tiefen Süden: Das ist laut 20 Minuten eine «Gluthölle». Früher nannte man es bescheiden: Sommer.