Papst Leo XIV. hat Journalisten aufgerufen, in der Berichterstattung über Kriege das Leid der Betroffenen stärker in den Mittelpunkt zu stellen und Propaganda zu vermeiden. Medien sollten «das Gesicht des Krieges zeigen und ihn durch die Augen der Opfer erzählen, damit er nicht zu einem Videospiel wird», sagte der Pontifex bei einem Treffen mit Journalisten der italienischen Fernsehnachrichten «TG2» im Vatikan.
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In den «dramatischen Umständen des Krieges», wie sie derzeit zu erleben seien, müsse Information darauf achten, nicht zur Propaganda zu werden, erklärte Leo weiter. Journalisten müssten Nachrichten sorgfältig überprüfen, «um nicht zum Megafon der Macht zu werden».
Der Pontifex nannte in seiner Ansprache keinen konkreten Konflikt. In den vergangenen Tagen hatte er jedoch wiederholt ein Ende des sich ausweitenden Krieges der USA und Israels gegen den Iran gefordert. Am Sonntag rief er zu einem sofortigen Waffenstillstand auf und sprach von «abscheulicher Gewalt» in dem Konflikt.