Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

German Friedensangst: Setzen Friedrich Merz und Ursula von der Leyen auf Rheinmetall-Aktien?

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
German Friedensangst: Setzen Friedrich Merz und Ursula von der Leyen auf Rheinmetall-Aktien?
German Friedensangst: Setzen Friedrich Merz und Ursula von der Leyen auf Rheinmetall-Aktien?
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Wie viele Rheinmetall-Aktien haben Friedrich Merz und Ursula von der Leyen?

Zugegeben, die Frage ist reine Spekulation. Fast so spekulativ wie das Setzen auf Rüstungsaktien.

Der Kurs der deutschen Rheinmetall leidet unter «Friedensangst» – was für ein Wort, das jetzt die Runde macht. Es wäre ein Kandidat für das Wort oder Unwort des Jahres.

German Friedensangst: Setzen Friedrich Merz und Ursula von der Leyen auf Rheinmetall-Aktien?

Zuvor war der Börsenwert von Rheinmetall geradezu explodiert, beflügelt vom Krieg in der Ukraine und von den Aufrüstungsplänen von Bundesrepublik, EU, Nato.

Dieser Höhenflug steht in grellem Kontrast zum Rest der deutschen Industrie, der es nicht so gut geht. Während die Kriegsindustrie Urstände feiert und von den Regierungen mit Milliardenbeträgen angefüttert wird, legen dieselben Regierungen friedlichen Industrien wie der Autoindustrie Steine in den Weg. Verstehe das, wer kann.

Falls diese Absurdität irgendetwas mit der Klimareligion zu tun haben sollte, dann seien deren politische Hohepriester daran erinnert, dass nichts so stark das Klima belastet wie ein moderner Krieg.

Aber zurück zu Rheinmetall: Wie sehr es in Deutschland wieder en vogue ist, mit dem Krieg Geschäfte zu machen, und wie sehr dies bis auch und gerade in linke Gesellschaftskreise hinein akzeptiert wird, zeigt das Engagement von Rheinmetall für den Bundesligaklub Borussia Dortmund, das im Ruhrpott offensichtlich niemanden stört und hinter dem Ofen hervorlockt.

Auch scheint man in der kriegsverzückten BRD der Gegenwart einem Heilschlaf des Vergessens anheimgefallen zu sein, was die Nazi-Karriere von Rheinmetall betrifft – damals feierte das Unternehmen sein vorletztes grosses Hoch – sowie die Tatsache, dass der Konzern Tausende Zwangsarbeiter, vor allem jüdische Frauen, beschäftigt hatte.

Ein Unrechtsbewusstsein – oder auch nur die Übernahme von Verantwortung – für die Ausbeutung der Arbeitssklavinnen zeigten die Verantwortlichen nie.

Erst auf Druck der Claims Conference zahlte Rheinmetall eine geringe Entschädigung an einige Überlebende, stritt in der Öffentlichkeit aber konsequent ab, irgendwelche Entschädigungsforderungen anerkannt zu haben. Die Überweisung sei «allein im Hinblick auf einen uns in Aussicht gestellten Auftrag erfolgt», erklärte ein Vorstandsmitglied später. Treffender könnte man die Rheinmetall-Mentalität bis heute nicht beschreiben.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.