Ein US-Bundesrichter stoppt vorerst den geänderten Impfkurs von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. Der Richter Brian Murphy gibt demnach Klagen von Ärzteverbänden statt. Die von Kennedy veranlassten Änderungen seien «willkürlich» und verstiessen gegen wissenschaftliche Standards und etablierte Verfahren.
Konkret beanstandete Murphy den reduzierten Impfplan für Kinder sowie eingeschränkte Empfehlungen für Corona-Impfungen. Die Regierung habe das übliche Verfahren für Impfempfehlungen «missachtet und damit die Redlichkeit ihres Handelns untergraben». Zudem habe Kennedy mit der Neubesetzung eines Beratungsgremiums für Impfungen vermutlich gegen Bundesrecht verstossen.
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Der neu besetzte Ausschuss, dem auch Impfskeptiker angehören, hatte empfohlen, mehrere Standardimpfungen für Kinder nicht mehr vorzusehen. Dazu zählen Impfungen gegen Rotaviren, Influenza, Hepatitis A und B sowie Meningokokken.
Das US-Gesundheitsministerium erklärte, man rechne damit, dass die Entscheidung in der nächsten Instanz aufgehoben werde. Ärzteverbände begrüssten das Urteil und warnten vor den Folgen der geänderten Empfehlungen für Kinder und Eltern.