In Genf haben am Dienstag neue Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland begonnen. Die Gespräche stehen unter Vermittlung der USA und sollen eine mögliche Grundlage für ein Ende des seit vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs schaffen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.
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Die ukrainische Delegation unter Leitung des Sicherheitsratssekretärs Rustem Umjerow will vor allem humanitäre Fragen und Sicherheitsgarantien auf die Tagesordnung setzen. Russland hingegen fordert Gebietsabtretungen in den Regionen Luhansk und Donezk. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Moskau vor, bereits die nächste Welle schwerer Angriffe auf ukrainische Städte vorzubereiten.
Die russische Delegation wird vom langjährigen Chefunterhändler Wladimir Medinski geführt. Mit dabei sind laut Kreml der GRU-Chef Igor Kostjukow (Militärnachrichtendienst des russischen Militärs) und Vizeaussenminister Michail Galusin. Der Anflug nach Genf erfolgte mit US-Hilfe über Nato-Gebiet.