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Geheime CS-Dokumente tauchen in Londoner Greensill-Prozess auf – Schweiz bleibt der Einblick verwehrt

Im Londoner Prozess um den Zusammenbruch von Greensill Capital belasten bisher geheime Dokumente die frühere Credit Suisse (CS) schwer.

Die veröffentlichten Unterlagen zeigen: Die Chefs der Credit Suisse erhielten schon 2018 Hinweise, dass das Geschäft mit Greensill gefährlich sei. Laut Tages-Anzeiger zeigen Papiere der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma, dass die Bank interne Warnungen vor Greensill ignorierte und die Ermittlungen der Behörde teils behinderte. Die CS habe sich auf naive Weise von Lex Greensill ausnutzen lassen und interne Interessenkonflikte nicht verhindert.

© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER
Swiss bank Credit Suisse CEO Ulrich Koerner, 3rd right, leaves the stage after the annual shareholders' meeting of the Swiss banking group on Tuesday, April 4, 2023 in Zurich, Switzerland
© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER

Die Dokumente, die in der Schweiz geheim sind, wurden in London durchgesetzt und sind Teil der Klage der UBS gegen Softbank. Die UBS verlangt 440 Millionen Dollar Schadensersatz. Experten warnen, dass volle Akteneinsicht der Schweiz heikel wäre. «Angesichts des Schatzes wirklich sensitiver Daten wäre eine Unterstellung der Finma unter das Öffentlichkeitsgesetz höchst toxisch», sagte Ex-Finma-Direktor David Wyss.

SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann hingegen fordert, dass die Finma künftig dem Öffentlichkeitsgesetz untersteht. «Transparenz ist nicht eine Sache von links und rechts, sondern von Macht und Ohnmacht», sagte Wyssmann. Auch die Grüne Partei teilt diese Haltung. Die SP hingegen sieht das Problem eher in fehlenden Kompetenzen der Finma.

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