Moskau erwägt offenbar die Rückkehr zum US-Dollar-Abrechnungssystem – verknüpft mit einer umfassenden wirtschaftlichen Partnerschaft unter der Trump-Regierung. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, hat die russische Führung detaillierte Vorschläge formuliert, um die jahrelange Politik der De-Dollarisierung zu revidieren. Das Dokument, das Anfang 2026 unter hochrangigen Beamten zirkulierte, identifiziert sieben strategische Felder für eine künftige Kooperation zwischen Russland und den USA, sollte ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg zustande kommen.
Maxim Shipenkov/EPA/Keystone
Der Plan sieht vor, dass Russland im Gegenzug für ein Ende des Konflikts wieder Zugang zu den internationalen Dollar-Märkten erhält. Dies würde eine schrittweise Aufhebung der seit 2022 bestehenden westlichen Finanzsanktionen voraussetzen.
Neben der monetären Kehrtwende bietet Moskau den USA weitreichende Kooperationen bei fossilen Brennstoffen an – darunter gemeinsame Investitionen in Offshore-Ölprojekte und Erdgasvorkommen. Zudem stellt der Kreml US-Unternehmen bevorzugte Bedingungen beim Wiedereintritt in den russischen Konsumgütermarkt sowie Partnerschaften bei kritischen Rohstoffen wie Lithium, Nickel und Platin in Aussicht.
Die Rückkehr zum Dollar könnte die engen Finanzbeziehungen zwischen Moskau und Peking schwächen. Während Russland derzeit rund 90 Prozent seines Handels mit China und Indien in lokalen Währungen abwickelt, argumentiert das Memo, dass eine Re-Dollarisierung die Volatilität des Rubels senken und den globalen Status des Greenbacks stärken würde.