Gefährlicher als Indiana Jones: Trump erwägt offenbar eine Jagdmission dazu, das hochangereicherte iranische Uran zu bergen. Doch zuerst muss man den Apokalypse-Schatz finden
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Gefährlicher als Indiana Jones: Trump erwägt offenbar eine Jagdmission dazu, das hochangereicherte iranische Uran zu bergen. Doch zuerst muss man den Apokalypse-Schatz finden

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Gefährlicher als Indiana Jones: Trump erwägt offenbar eine Jagdmission dazu, das hochangereicherte iranische Uran zu bergen. Doch zuerst muss man den Apokalypse-Schatz finden
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Lanciert Trump die Jagd nach dem verlorenen iranischen Uran-Schatz? Wenn ja, könnte dies den Krieg gefährlich in die Länge ziehen.

Dieser Schatz ist ein anderes Kaliber als die «Bundeslade», bei deren Suche Hollywood-Archäologe Indiana Jones Kopf und Kragen riskierte. Er wiegt 440 Kilogramm und beinhaltet hochangereichertes Uran.

Laut US-Beamten erwägt Präsident Trump eine Militäroperation dazu, diesen Apokalypse-Schatz aus dem Iran zu bergen, wie das Wall Street Journal berichtet.

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Donald Trump beim Besteigen der Air Force One
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Eine solche Mission wäre komplex und riskant, amerikanische Streitkräfte müssten wahrscheinlich mehrere Tage oder länger im Land bleiben.

Zur Erinnerung: Bevor Israel und die USA im Juni letzten Jahres Luftangriffe auf den Iran flogen, bestätigte die Internationale Atombehörde IAEO, der Iran verfüge über 440 Kilogramm zu 60 Prozent angereichertes Uran. Derart hochangereichertes Uran kann mit geringem Aufwand zu 90 Prozent angereichertem waffenfähigem Uran aufgerüstet werden.

Doch zuerst müssen die Amerikaner das Material finden. Wo das iranische Regime die Uranvorräte verborgen hat, ist eine der grossen Unbekannten im aktuellen Krieg.

Er gehe davon aus, dass sich das Uran hauptsächlich an zwei der drei Standorte befinde, die die USA und Israel im Juni angegriffen hätten, sagte der IAEO-Generaldirektor, Rafael Grossi: in einem unterirdischen Tunnel im Nuklearkomplex in Isfahan und in einem Lager in Natans.

Doch ist eine solch waghalsige Mission wirklich nötig? Das hochangereicherte Uran allein ist noch nicht gefährlich. Man muss es erst scharf machen. Das heisst: Man braucht Zentrifugen.

Letztes Jahr vermeldete Trump: Das Atomprogramm sei «vollständig ausgelöscht». Doch möglicherweise hat der US-Präsident in seinem Triumphtaumel etwas übertrieben.

Laut Experten verfügen die Iraner über Zentrifugen zur Urananreicherung und über die Fähigkeit, eine neue unterirdische Anreicherungsanlage zu errichten.

Zurück zur Schatzsuche: Sie wäre ein Spektakel, das Indiana Jones’ Abenteuer überböte.

Special Forces müssten zu den Verstecken fliegen, wahrscheinlich unter feindlichem Feuer. Vor Ort müssten Truppen das Gelände absichern, damit speziell ausgebildete Kämpfer mit Baggerausrüstung die Trümmer durchsuchen und nach Minen und Sprengfallen absuchen könnten.

Das hochangereicherte Uran befindet sich laut Medienberichten vermutlich in vierzig bis fünfzig speziellen Zylindern, die Tauchflaschen ähneln. Diese müssten zum Schutz vor Unfällen in Transportbehälter verladen werden. Und dann müssten sie ausgeführt werden.

Die Mission wäre ein Novum: Zwar holten 1994 die USA im Rahmen einer Operation namens Projekt Sapphire Uran aus Kasachstan ab. Aber das geschah unter friedlichen Vorzeichen. Ganz anders wäre die Jagd nach dem Iran-Uran. Es müsste mit massivem militärischem Widerstand gerechnet werden.

Trump habe noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob er den Befehl erteilen werde, so Beamte zum Wall Street Journal. Er wäge die Gefahr für die US-Truppen ab. Doch der Präsident stehe der Idee grundsätzlich offen gegenüber, heisst es.

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