Vor wenigen Tagen hat Geert Wilders, Chef der Freiheitspartei (PVV), bereits offen damit gedroht, nun ist es definitiv: Die Partei steigt aus der Regierungskoalition in den Niederlanden aus und lässt diese damit platzen.
Die PVV fordert seit längerem einen kompletten Asylstopp an den Grenzen. Wilders machte diesen zur Voraussetzung für einen Verbleib in der Regierung. Die anderen Koalitionsparteien waren nicht bereit zu diesem Schritt, wie die Weltwoche berichtete.
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Möglich geworden war die bisherige Regierung seinerzeit nur, weil Wilders selbst auf ein Ministeramt verzichtet hatte. Seine PVV bildet aber die grösste Partei in der Koalition.
Nach nicht einmal einem Jahr ist das Bündnis damit am Ende. Schon vor Monaten hatte sich aber angedeutet, dass es nicht von langer Dauer sein könnte.
Geert Wilders drängte bereits im Februar auf eine restriktivere Migrationspolitik. Mit dem Thema hatte er auch die letzten Wahlen klar gewonnen. Sein Zehn-Punkte-Plan für eine Reduktion der Einwanderung war in der Koalition aber nicht auf Gegenliebe gestossen.