Eine Hitzewelle hat Südeuropa diese Woche fest im Griff – und fordert erste Todesopfer, berichtet die Financial Times. In Spanien und Portugal wurden Temperaturen von bis zu 46 Grad gemessen. Die Hitze hat bereits zu mehreren Todesfällen geführt und verheerende Waldbrände ausgelöst, unter anderem in Griechenland, Spanien und der Türkei.
ULI DECK / KEYSTONE
Auf Kreta mussten mehr als 1500 Menschen evakuiert werden, während in Katalonien zwei Landwirte in den Flammen ums Leben kamen. In der westtürkischen Provinz Izmir wurden über 50.000 Personen wegen Bränden in Sicherheit gebracht. Die starke Hitze, gepaart mit Trockenheit und heftigen Winden, schafft ideale Bedingungen für unkontrollierbare Feuer – besonders in schwer zugänglichen Regionen wie den Schluchten Kretas, warnt Michalis Diakakis von der Universität Athen.
Auch die Infrastruktur leidet: In Frankreich und der Schweiz musste etwa die Leistung von AKW-Reaktoren gedrosselt werden, weil die Flüsse zu warm waren, um sie zu kühlen.
Laut dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen erleben Millionen Europäer derzeit «extremen Hitzestress». Spanien und England verzeichneten den heissesten Juni ihrer Geschichte, Frankreich den zweitwärmsten. Portugal registrierte einen neuen Junirekord mit 46,6 Grad. Das Mittelmeer erreicht teils über 30 Grad Wassertemperatur.