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Fussballerisches Sommermärchen in Rot-Weiss: Warum wir auch dann gewinnen, wenn die Nati heute gegen Spanien verliert

In der Schweiz geschieht derzeit Erstaunliches. Wo sonst die Lauberhorn-Abfahrt und der Brünigschwinget die sportliche Volkskultur definieren, finden wir uns im Zentrum eines globalen Grossanlasses wieder – der Fussball-EM der Frauen.

Und die Schweiz präsentiert sich als fantastische Gastgeberin. Zwar monieren die einen oder anderen Besucher die hohen Preise. Schaut man sich aber in den Stadien und in den Fanzonen um, ist die Resonanz wunderbar. Egal ob Schwedinnen, Engländer, Deutsche oder Holländerinnen – alle sagen das Gleiche: «Switzerland is beautiful – so beautiful.» Und sogar das Wetter spielt mit.

© KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Switzerland's Iman Beney, Switzerland's Coumba Sow and Switzerland's Alisha Lehmann celebrate the qualification during the UEFA Women's EURO 2025 Group A soccer match between Finland and Switzerland at the Stade de Geneve stadium in Geneva, Switzerland, on Thursday, July 10, 2025
© KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die Zahlen sprechen für sich. Allein in der Vorrunde besuchten 461.582 Personen die 24 Spiele; 22 Partien waren ausverkauft. Vor drei Jahren in England lag die Zuschauerzahl nach der Vorrunde bei 357.993.

Damit ist schon jetzt klar: Die Schweiz stellt einen neuen Zuschauerrekord für eine EM-Endrunde auf.

Entsprechend glücklich ist die (Gast-)Wirtschaft. Basel etwa geht bei der Hotelauslastung von 5 bis 10 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Rekord-Juli 2024 aus. Auch Luzern rechnet mit einem Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In St. Gallen lag die Auslastung bei den Zimmern an Gruppenspieltagen «deutlich erhöht» bei 80 bis 100 Prozent, also teils ausgebucht.

Und auch andere Wirtschaftsbereiche profitieren. Daten des Kreditkartenanbieters und EM-Sponsors Visa belegen dies. Beispielsweise stiegen die Ausgaben internationaler Gäste in der Zeit vom 2. bis zum 5. Juli um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Zahl der ausländischen Besucherinnen und Besucher mit einer Visa-Karte um 12 Prozent zunahm. In der Gastronomie vergrösserten sich die entsprechenden Umsätze landesweit um 35 Prozent, in Bern sogar um 97 Prozent. Der Detailhandel legte um 30 Prozent zu.

Am Freitagabend kommt es zum vorläufigen Höhepunkt der Euro – wenn die Schweizer Auswahl im Viertelfinal im ausverkauften Berner Wankdorfstadion auf Weltmeister Spanien trifft. Aufgrund der sportlichen Ausgangslage dürfte die Reise für die Schweiz hier enden. Und dennoch können alle jubeln. Die Fussball-Euro beschert uns derzeit etwas, was wir bisher nur vom Hörensagen kannten: ein echtes Sommermärchen.

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