Neunzig Tage vor Beginn der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 verlangt der Iran eine Verlegung seiner WM-Spiele aus den USA nach Mexiko. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sagte Sportminister Ahmed Donjamali: «Ich hoffe, dass die Bedingungen geschaffen werden, damit unsere Jungs doch noch an der Weltmeisterschaft teilnehmen können.»
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Die iranische Regierung knüpft eine Teilnahme am Turnier damit an eine Bedingung: Die eigenen Gruppenspiele sollen nicht in den Vereinigten Staaten stattfinden. Nach Angaben Donjamalis prüft der FIFA derzeit die Möglichkeit einer Verlegung. Eine offizielle Stellungnahme des Weltverbands liegt bislang nicht vor.
Der Iran wäre in der Gruppenphase Gegner von Belgien, Neuseeland und Ägypten. Das erste Spiel ist derzeit für den 16. Juni in Los Angeles angesetzt, ein weiteres ebenfalls dort am 21. Juni gegen Belgien. Das dritte Gruppenspiel gegen Ägypten soll am 27. Juni in Seattle stattfinden.
Hintergrund der Forderung sind politische Spannungen zwischen Teheran und Washington. Donjamali hatte zuvor erklärt, unter den aktuellen Umständen gebe es «keine Bedingungen», um in den USA zu spielen. Auch Verbandschef Mehdi Tadsch stellte zeitweise sogar einen vollständigen WM-Verzicht in Aussicht.