Kurz vor der geplanten Regierungsbildung in Berlin zeigt sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach enttäuscht über sein baldiges Ausscheiden aus dem Amt. «Dass ich gern weitergemacht hätte, ist ja kein Geheimnis», sagte der SPD-Politiker dem Spiegel. «Für mich war es der Traumjob.»
Lauterbach, der sein Ministeramt mit grosser Leidenschaft geführt hat, hofft, dass sein Nachfolger die angestossenen Reformen im Gesundheitssystem fortsetzen wird. «Meine Hoffnung ist, dass mein Amtsnachfolger die grundsätzlichen Probleme im Gesundheitssystem angeht», betonte er.
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Nach dem Wahlsieg von CDU und SPD wird das Gesundheitsministerium künftig von der CDU besetzt. Am 6. Mai soll Friedrich Merz im Bundestag zum neuen Bundeskanzler gewählt werden. Die CDU will ihre Ministerriege, darunter den neuen Gesundheitsminister, am heutigen Montag vorstellen.
Trotz seines Amtsverlustes bleibt Lauterbach Mitglied des Bundestags. Auf die Frage, was er nach der Regierungsübergabe plane, antwortete er knapp: «erst mal nachdenken».