Im Aargauer Freisinn herrscht Frühlingsstimmung – allerdings weniger politisch als privat.
Kaum hat die Frühjahrssession begonnen, sorgt die FDP des Kantons für Schlagzeilen, die eher ins Gesellschafts- als ins Politikressort gehören.
Zuerst also Thierry Burkart, der smarte Ständerat und Ex-Parteipräsident, der sich mit einer zwanzig Jahre jüngeren Partnerin, der Kommunikationsberaterin Melina Salaorni, zeigt. Beim 150-Jahr-Jubiläum von Feldschlösschen in Rheinfelden flanierten die beiden laut Blick Seite an Seite durchs Sudhaus – Burkart charmant wie immer, Salaorni strahlend und medienerprobt. Der ehemalige Freisinn-Chef schweigt offiziell, doch das neue Paar ist längst das Gesprächsthema in Bern.
Urs Flueeler/Keystone
Kaum war das verdaut, folgte die nächste Nachricht: Maja Riniker, bis vor kurzem höchste Schweizerin, gab ihre Trennung von Ehemann Florian bekannt – pünktlich zum Sessionsstart. Nach 21 Jahren Ehe gehen die beiden getrennte Wege – im gegenseitigen Einvernehmen, wie es heisst. Die Eltern von drei Kindern bitten laut Aargauer Zeitung um Diskretion. Noch vor drei Wochen traten sie gemeinsam beim Feldschlösschen-Fest auf – dort, wo auch Burkart und Salaorni erstmals öffentlich als Paar glänzten.
Ausgerechnet jetzt, da der Freisinn sein Prestigeprojekt der Individualbesteuerung vors Volk bringt, steht die Partei im Rampenlicht – allerdings mit Geschichten, die mehr Boulevard als Bundeshaus sind. Das Engagement des Freisinns für die Individualbesteuerung ist bisher überschaubar. Einige Aushängeschilder haben im Moment ja auch andere Prioritäten, wie sich jetzt herausstellt.
Im Aargau scheint der Frühling früh begonnen zu haben: neue Lieben, alte Trennungen – langweilig wird es im Freisinn so schnell nicht