Man kann Joachim Steinhöfel, 62, als eine Art letzte Verteidigungslinie der Meinungsfreiheit bezeichnen. Wird eine Rede, eine Aussage, ein Social-Media-Post wegen des Allerweltsvorwurfs «Hass und Hetze» unterdrückt, verboten, gecancelt, ist der Staranwalt die richtige Adresse. Und sein alltägliches Brot könnte nicht aktueller sein: Unlängst hat Deutschlands Innenministerin Nancy Faeser Compact, ein Magazin, verboten. Wegen angeblicher Verfassungsfeindlichkeit. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Sofortvollzug des Verbots in einem Eilverfahren zwar aufgehoben, was zur Zeit des Gesprächs noch bekannt war, aber die Frage, ob eine unliebsame Zeitung in Deutschland aus dem Weg ...