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Frankreichs Brandmauer bröckelt: Ex-Präsident Sarkozy telefonierte während Haftzeit mit Marine Le Pen

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Frankreichs Brandmauer bröckelt: Ex-Präsident Sarkozy telefonierte während Haftzeit mit Marine Le Pen
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Frankreichs politische Landschaft steht vor einem möglichen Tabubruch: Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat in seinem neuen Buch «Tagebuch eines Häftlings» ein Gespräch mit Marine Le Pen publik gemacht, das den Weg für ein mögliches Bündnis zwischen Konservativen und Rechtspopulisten ebnen könnte. Wie französische Medien berichten, telefonierte Le Pen während Sarkozys Haftzeit mit dem Ex-Staatschef – und erhielt dabei ein bemerkenswertes Versprechen.

TERESA SUAREZ / KEYSTONE
epa12469274 Former French President Nicolas Sarkozy leaves his family home the day he is due to enter prison in Paris, France, 21 October 2025
TERESA SUAREZ / KEYSTONE

«Zu gegebener Zeit werde ich das auch öffentlich vertreten», soll Sarkozy angekündigt haben, nachdem ihn Le Pen gefragt habe, ob er die sogenannte republikanische Front – die politische Brandmauer gegen ihre Partei Rassemblement National (RN) – weiterhin mittragen wolle. Seine Antwort laut Buch: «Ganz gewiss nicht.»

Der Anruf aus dem Gefängnis und Sarkozys emotionale Reaktion könnten weitreichende Folgen haben. Eine Zusammenarbeit zwischen konservativen Republikanern und dem RN galt in Frankreich bislang als politisches No-Go. Über Jahrzehnte schlossen sich Linke und Konservative in Wahlkämpfen zusammen, um Le Pen und ihre Partei zu verhindern – selbst wenn das linke Lager zahlenmässig unterlegen war.

Doch die Front beginnt zu bröckeln. Bereits 2024 wechselte Republikaner-Chef Eric Ciotti ins Lager von Le Pen. Sein Nachfolger Bruno Retailleau rief jüngst zur «Union der Rechten» auf und bezeichnete den RN als Teil des «republikanischen Spektrums». Auch Fraktionschef Laurent Wauquiez sprach sich für eine gemeinsame Vorwahl mit dem RN und Eric Zemmours Reconquête aus, um einen einheitlichen Präsidentschaftskandidaten zu finden.

Marine Le Pen selbst ist derzeit Fraktionschefin ihrer Partei, kann jedoch nach einem Veruntreuungsurteil vorerst nicht für das höchste Staatsamt kandidieren. Ob sie 2026 dennoch antreten wird, ist offen.

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