US-Präsident Donald Trump hat Frankreich mit drastischen Handelsmassnahmen gedroht, nachdem Paris seine Teilnahme am von Trump gegründeten Friedensrat abgelehnt hat. «Ich werde seine Weine und seinen Champagner mit Zöllen von 200 Prozent belegen», sagte Trump an die Adresse von Präsident Emmanuel Macron. Dieser sei zwar eingeladen, «aber er muss nicht teilnehmen», fügte Trump hinzu.
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Frankreichs Aussenminister Jean-Noël Barrot begründete die Absage damit, dass die Charta des Friedensrates über den von den Vereinten Nationen unterstützten Friedensplan für den Gazastreifen hinausgehe. Frankreich müsse da «nein sagen», sagte Barrot vor Abgeordneten.
Laut Trump wurde auch Russlands Präsident Wladimir Putin zu dem Gremium eingeladen. Der US-Präsident will den Friedensrat persönlich leiten und ihn als Alternative zur Uno positionieren. Nach Angaben aus Washington sollen Mitgliedstaaten für einen ständigen Sitz über eine Milliarde Dollar zahlen; wer die Gebühr nicht entrichtet, erhält nur eine dreijährige Mitgliedschaft.
Die Bundesregierung prüft derzeit eine Einladung zur Teilnahme. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte, Berlin werde sich in Absprache mit den Partnern dazu äussern.