Frankreich weist Vorwürfe zurück, Südafrika auf Druck der USA vom G-7-Gipfel ausgeschlossen zu haben, und verweist auf eine eigene Entscheidung zugunsten Kenias. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Ein französischer Regierungsvertreter erklärte, Südafrika sei nicht auf Wunsch Washingtons ausgeladen worden. Frankreich habe sich entschieden, stattdessen Kenia einzuladen, auch im Hinblick auf einen geplanten Besuch von Präsident Emmanuel Macron in Nairobi im Mai. Der G-7-Gipfel findet im Juni in Evian-les-Bains statt, eingeladen sind zudem Indien, Südkorea und Brasilien.
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Die Regierung Südafrikas hatte zuvor mitgeteilt, die französische Botschaft habe Pretoria über die Entscheidung informiert und auf möglichen Druck aus den USA verwiesen. Präsidentensprecher Vincent Magwenya sagte: «Wir haben die französische Entscheidung akzeptiert und schätzen den Druck, dem sie ausgesetzt waren.»
US-Präsident Donald Trump hatte Südafrika wiederholt kritisiert, unter anderem wegen dessen Aussenpolitik und innenpolitischer Rassengesetze. Zudem boykottierte er den G-20-Gipfel in Johannesburg im vergangenen Jahr und schloss das Land von G-20-Treffen in diesem Jahr aus.