Die Gegner der Volksinitiative, die den öffentlichen Rundfunk in der Schweiz (SRG) zurückstutzen will und am 8. März zur Abstimmung kommt, malen den Teufel an die Wand beziehungsweise hängen Plakate mit dem Konterfei von Elon Musk aus. «Heute weniger SRG, morgen mehr Musk», lautet die Botschaft, die keiner Erklärung mehr bedarf. Der amerikanische Milliardär hat sich längst als Gottseibeiuns der urbanen Eliten etabliert. Wer noch einen Tesla hat aus der Zeit, als Musk ein unverdächtiger Öko-Pionier war, gleitet nun mit dem Aufkleber «FCK ELN» am Heck des Elektroautos durch die Tempo-30-Strassen seiner Stadt. Unser Autor Francis Pike, englischer Weltreisender mit Standbein in der Schweiz, beobachtet amüsiert den neurotischen Umgang europäischer Linken mit dem Tesla-, X- und Space-X-Chef. Für ihn ist Elon Musk der Leonardo da Vinci unserer Zeit, der grösste Unternehmer der Geschichte. Seite 18
Hollywood ist nicht nur Filmmekka, hier befindet sich auch eines der bekanntesten Tonstudios des Landes. Hier nahm Jim -Morrison mit den Doors sein erstes Album auf – und Janis -Joplin ihr letztes. Doch auch junge -Musiker wie Miley Cyrus zieht es in die legendären Räumlichkeiten am Sunset Boulevard. Unser -Reporter Benjamin Bögli hat Studioboss Paul -Camarata – seit den achtziger -Jahren -Besitzer von Sunset Sound und Sohn von Gründer -Salvatore «Tutti» Camarata – in Los Angeles besucht. Er sprach mit ihm über die wilden sechziger Jahre, die eindrücklichsten Begegnungen mit den Rockstars und die heutige Bedeutung von Popmusik. Seite 24
Er ist der Mann der Stunde im deutschen Podcast-Universum: Dominik Kettner, Unternehmer, Bestsellerautor, neuerdings Partner von Philip Hopf, dessen Format «Hoss & Hopf» die deutsche Debattenlandschaft aufwühlte. Das neue Projekt «Hopf & Kettner» erreichte in wenigen Tagen Hunderttausende. Auf seinem eigenen Youtube-Kanal folgen Kettner fast 500 000 Menschen. Wer ist der Mann, der so viele Zuschauer erreicht – und warum polarisiert er so stark? Wir haben den Edelmetallhändler in Villingen-Schwenningen besucht. Seite 28
Viele haben «Dungeons & Dragons» erst durch die Netflix-Serie «Stranger Things» kennengelernt, in der Jugendliche begeistert in das Rollenspiel eintauchen. Doch Millionen hatten es schon zuvor gespielt. Erfunden hat es Gary Gygax, Sohn eines nach Chicago ausgewanderten Schweizers, bereits 1974. In -«Dungeons & Dragons» (Verliese und Drachen) bestreitet eine Handvoll Spieler gemeinsam Abenteuer, muss Rätsel lösen, Monster bekämpfen. Bis heute hat das Rollenspiel nichts von seinem Reiz verloren. Gion Mathias -Cavelty hat zwei in der Schweizer Szene äusserst -aktive Spieler besucht, einen Anglisten und einen -Physiker. Was sie an «D & D» fasziniert: die grenzenlose Freiheit, Welten zu erkunden und selbst zu erschaffen. Seite 44
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