Ein umstrittenes Gesetzesvorhaben im US-Bundesstaat Florida, das Minderjährige gezielt als Ersatz für migrantische Arbeitskräfte einsetzen sollte, ist im Senat gescheitert. Der Vorstoss hätte Jugendlichen erlaubt, unter lockeren Regeln Nachtschichten zu arbeiten – selbst an Schultagen. Gouverneur Ron DeSantis hatte den Plan öffentlich verteidigt.
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Wie das Magazin Newsweek berichtet, hätte der Gesetzesentwurf es 14- und 15-Jährigen erlaubt, überlange Schichten zu leisten – sofern sie zu Hause oder virtuell unterrichtet werden. Für 16- und 17-Jährige wären Arbeitszeiten bis tief in die Nacht und ohne Pausen möglich gewesen. Unterstützt wurde das Vorhaben von konservativen Gruppen wie «Moms for Liberty» sowie der National Federation of Independent Business.
Die republikanische Mehrheit in der Abgeordnetenkammer hatte bereits zugestimmt, doch im Senat scheiterte das Projekt an der Zeit: Die Legislaturperiode endete, bevor der Entwurf behandelt wurde. Kritiker warnten im Vorfeld vor Ausbeutung und einem Rückfall in Zustände des Frühkapitalismus.
DeSantis hatte im März gesagt: «Warum müssen wir illegale Migranten importieren, wenn unsere Teenager doch früher auch gearbeitet haben?» Doch selbst parteiinterne Stimmen bremsten. Senator Joe Gruters erklärte: «Ich denke, wir sollten Kinder Kinder sein lassen.»