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Fertig LGBTQ-Fanklub? Immer mehr Grosskonzern wollen die Pride-Paraden nicht mehr sponsern

Mastercard, Pepsico, Nissan und weitere internationale Marken überdenken ihr Engagement bei Pride-Veranstaltungen – und ziehen sich teils sogar zurück. Wie das Wall Street Journal berichtet, wird Mastercard seine langjährige Rolle als Hauptsponsor der New York City Pride 2025 nicht verlängern. Auch Pepsico, Citi, Nissan und Pricewaterhouse Coopers verzichten dieses Jahr auf eine offizielle Rückkehr.

2022 Invision
A parade-goer and his dog ride a Segway during the NYC Pride March on Sunday, June 26, 2022, in New York
2022 Invision

Zwar bleiben einige Unternehmen mit kleineren Beiträgen präsent – etwa durch Stände oder interne Events –, doch die Trendwende ist unübersehbar. «Es ist multilayered, und es ist alles gleichzeitig», sagte Eve Keller von der United States Association of Prides. Viele Firmen würden inzwischen darum bitten, Logos und Namen nicht mehr öffentlich zu zeigen – aus Angst vor politischer Gegenreaktion.

Die Gründe für die Entwicklung sind vielschichtig. Laut Keller spielt der zunehmende Druck auf Diversity-, Equity- und Inclusion-Programme durch die Trump-Regierung ebenso eine Rolle wie jüngste wirtschaftliche Unsicherheiten nach neuen Zollankündigungen. Nissan erklärte dem WSJ, man überprüfe derzeit das gesamte Marketingbudget.

Eine Erhebung des Beratungsunternehmens Gravity Research zeigt, dass 39 Prozent der befragten Führungskräfte ihr Pride-Engagement 2025 reduzieren wollen – gegenüber nur 9 Prozent im Vorjahr. Harrison Fields, Sprecher des Weissen Hauses, verteidigte die Anti-DEI-Initiativen als Bestreben, die Bürgerrechte aller Amerikaner zu stärken.

Die Auswirkungen sind bereits sichtbar: Andere Grossveranstaltungen wie etwa in St. Louis oder San Francisco verloren mit den Firmen Anheuser-Busch Inbev und Diageo ebenfalls prominente Sponsoren. Während einige Konzerne – wie Target – ihre Unterstützung aufrechterhalten, warnen Beobachter vor einer schleichenden Abkehr. LGBTQ-Berater Fabrice Houdart sagte: «Ich glaube, dass sich dieses Jahr nicht viel ändert. Was mir mehr Angst macht, ist das nächste Jahr.»

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