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Ferien im Krisengebiet: Tausende Schweizer reisten trotz Warnungen in die Golfregion. Nun soll der Bund Geld ausgeben, um sie heimzuholen

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Ferien im Krisengebiet: Tausende Schweizer reisten trotz Warnungen in die Golfregion. Nun soll der Bund Geld ausgeben, um sie heimzuholen
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Aufgrund des seit Samstag wütenden Krieges zwischen Amerika, Israel und dem Iran ist der Luftraum derzeit über der gesamten Golfregion gesperrt. Viele Schweizer stecken nun im Krisengebiet fest. Marianne Jenni, Direktorin der Konsularischen Direktion im EDA, orientierte am Montag anlässlich einer Medienkonferenz zur aktuellen Lage.

© KEYSTONE / GAETAN BALLY
Ein Swiss-Flugzeug verlässt Zürich (Symbolbild).
© KEYSTONE / GAETAN BALLY

Demnach sind 4300 Schweizerinnen und Schweizer auf der Travel-Admin-App des EDA registriert. Die App wird relevant, wenn Personen in Krisen oder bei Flugstreichungen im Ausland blockiert sind. Die registrierten Nutzer erhalten über diesen Kanal Sicherheitsinfos, Angaben über Rückreisemöglichkeiten und auch einen Kontakt zur Schweizer Vertretung.

Jenni gab gleichzeitig zu verstehen, dass der Bund selbst keine speziellen Rückführungsoperationen ins Auge fasse.

Die News-Plattform Nau titelte daraufhin: «EDA holt Tausende Schweizer vor Ort nicht nach Hause». Die Zeitung Blick warf die Frage auf, ob das EDA zu wenig eindrücklich gewarnt habe. Da ist sie wieder, diese Anspruchsmentalität.

Ganz offensichtlich wird erwartet, dass der Bund alle Schweizer aus dem Gebiet ausfliegt oder ausfliegen lässt.

Lesen die vielen im Nahen Osten gestrandeten Personen keine Zeitungen, informieren sie sich nicht über die Situation im Reiseland, bevor sie Ferien buchen? Seit Monaten spitzt sich der Konflikt zwischen Israel und den USA einerseits und der Islamischen Republik Iran andererseits zu. Schon seit Wochen musste man damit rechnen, dass es in dieser Weltgegend knallt. Trump hat den Krieg gegen den Iran auch mehrfach indirekt und direkt angekündigt.

Der Grossangriff seitens USA und Israel kam also alles andere als unverhofft, er zeichnete sich durch diverse militärische und politische Eskalationen ab. Auch das EDA warnt schon länger vor Reisen in die Region. Ungeachtet dessen jetteten Tausende zu den Sonnenstränden am Persischen Golf. Das gibt einem schon etwas zu denken.

Wie viele der Gestrandeten haben die Reise wohl kurzfristig gebucht? Und selbst wer vor längerer Zeit seinen Urlaub in diesem Teil der Welt organisiert hat, konnte immerhin noch reagieren und wählen zwischen einem Reisestorno oder einem finanziellen Abschreiber – der Sicherheit wegen. Aber eben. Man lässt es lieber darauf ankommen und rechnet insgeheim damit, dass der Heimatstaat sie irgendwie heimholt, sollte es tatsächlich zum Schlimmsten kommen.

Sich bloss um die Anzahl Sonnenstunden und die Distanz zum Strand kümmern – ohne dabei auch nur einen Blick auf die Weltlage zu werfen –, das ist unverantwortlich und zugleich unverschämt.

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